Benediktiner-Bruder Ansgar berichtete über das Wasserprojekt in Tansania Menschen bekommen Zugang zu sauberem Wasser Das vom Rotary-Club Pullach-Isartal geförderte Wasserprojekt in Tansania ist ein grosser Erfolg. Wir arbeiten dabei mit den Benediktinern zusammen.
Die hügelige Landschaft im Süden Tansanias liegt auf einer
Höhe von etwa 1000 Metern über dem Meer. In 20 bis 30 Meter Tiefe kann man
überall Wasser finden - aber eben nur dort.
In der Nähe der Dörfer befinden sich Quellen, zu denen die
Frauen gehen und das Wasser in Eimern auf ihrem Kopf nach Hause tragen.
Dort
arbeiten wir mit den Benediktinern zusammen, der Prokurator Bruder Dr. Ansgar
Stüfe betreut in Tansania unsere
Projekte. Der Club spendete u.a. ein tropentaugliches Röntgengerät, das nach
Jahren noch gut funktioniert.
Bruder
Ansgar berichtet über das Wasserprojekt des Clubs:
"Zunächst haben wir geholfen, die Quellen zu fassen, damit das Wasser
sauber wird. Denn zuvor konnten Verunreinigungen und Tierexkremente in die
Quellen geraten. Daher traten früher auch regelmäßig Durchfallepidemien auf.
Kinder waren deren Hauptopfer.
Seit 1988
haben wir einen Landkreis in der Umgebung von Peramiho mit diesen geschützten
Quellen versorgt und so vor allem die Gesundheit der Kinder verbessert. In den
letzten 12 Jahren sind auch keine Durchfallepidemien aufgetreten.
Es blieb aber das Problem der Entfernung. Es gibt Quellen
nur in Tälern etwas außerhalb der Dörfer. Mitten im Dorf stehen gewöhnlich die
Volksschulen. Die Kinder sind den ganzen Tag in der Schule und gehen erst am
späten Nachmittag nach Hause. Sie werden am Mittag in der Schule verpflegt.
Daher war dringend Waser notwendig.
Dazu gibt es eine einfache Technologie,
Pumpen zu bauen die bis zu 30 m Tiefe reichen. Sie können leicht mit der Hand
bedient werden. Hier wird einer der vom Club finanzierten Brunnen in Betrieb genommen:
Die Pumpen
stehen vor der Schule und die Lehrer sorgen dafür, dass die Pumpen in Ordnung
sind. So haben die Kinder in ihrer Nähe Zugang zu Wasser.
Das hilft
nicht nur, um sauberes Trinkwasser zu bekommen. Es hilft auch, sich zu waschen
und Körperhygiene den Tag über zu halten.
Darüber
hinaus kann ein Schulgarten in der Trockenzeit bewässert werden und Gemüse
angepflanzt werden.
Solche
Brunnen werden von einer Firma in der Nähe geliefert und installiert. Alle
Gerätschaften werden In Tansania hergestellt. Ein Brunnen kostet je nach
Wechselkurs zwischen 2500, - und 3000. – EUR.
Dank der
Hilfe des Rotaryklubs Pullach konnten wir in eine Dorfschule mit Wasser
versorgen. Noch nie zuvor gab es so etwas dort. Es war wie ein Wunder und die
Menschen danken ihren Helfern in Deutschland mit großer Begeisterung".
Bruder
Ansgar berichtete bei der Diskussion seines Vortrags am 13.7.2010 auch über erfreuliche
"Nebenwirkungen":
- Die gesünderen Kinder haben mehr Freude am Lernen und dadurch bessere
Schulerfolge.
- Im ganzen
Dorf entwickelt sich mehr Selbstbewussstsein.
- Man
beginnt, sich für die Entwicklung des Gemeinwesens auch über das Dorf
hinausgehend zu engagieren.
Es ist ein
vorbildliches Projekt. Der Club wird seine Zusammenarbeit mit den Benediktinern
weiterführen und ausbauen.
Montag, 5. Juli 2010/web28
Letzte Änderung: 20.07.10/web28